Gassi gehen für die Katz? 3 Schritte vor, 10 zurück

Katzen mit Geschirr

Ihr Lieben, wir gehen nun ja schon seit mehreren Monaten mit unseren Katern nach draußen und fanden, es ist Zeit für einen Gassireport. Mit Miez ist das ja immer so eine Sache: Man, genauer gesagt, Frau Dosenöffner, hat so einen fixen Plan im Kopf, Samtpfote macht erstmal brav mit, hat aber irgendwann einen anderen in ihrem und zack… kommt’s ganz anders ;). Kennt sicher kaum jemand von euch?

Aber zurück auf Anfang: Wir haben ja bereits vor einiger Zeit über unsere ersten Spaziergänge mit unseren Jungs berichtet. Viel Geduld bei Meister Dickkopf und Faulpelz war angesagt, doch grundsätzlich gestaltete sich das meist so: Simba war ganz vorn mit dabei, Geschirr an und rausrennen, kein Thema und Neugiernase war happy. Die Couchpotatoe spielte dann ab und an Modell Brotleib und legte sich gediegen in Form dessen unter den nächstgelegenen Busch – laufen wird schließlich überbewertet. Ab und an ein wenig Bewegung, wenn Käfer oder Motte in Wallung kamen, dann auch Katz. Ansonsten war es das fast. Schreckhaft war man auch ab und an, ganz im Gegensatz zum Brüderchen. Doch so langsam befand man sich endlich auf einem erfolgversprechenden Weg: Mit Leckerlies trainierte man „Fuß laufen“, soweit das eben möglich war mit Fellbällen dieser Art – und es zeigten sich erste Erfolge. Aber dann…

Katze im Gras

Auf einmal war alles anders

Wir näherten uns tatsächlich so etwas wie erster Gassierziehung und Erfolgen auf Heranrufen (mit Leckerlibestechung ;)). Eines Tages jedoch liefen wir wieder, wie gewohnt und jeden Tag, nach unten, leinten eine Katze an und gingen nach draußen. Moment, eine Katze? Ok, dann hatte wohl das kleine Schwarze keine Lust. Stopp… dieses Hing ja am anderen Ende der Leine. Wo war also Adventurecat? Hatte sicher wieder einmal die Türe überhört, dachten wir, oder hing noch an der letzten Portion Thunfisch. Tatsächlich fanden wir ihn auch bei letzterer und waren überzeugt, er würde sogleich angestürzt kommen, sobald er mitbekam, dass das Tor zur Freiheit schon offen stünde.

Katze an der Leine

Doch wir warteten und warteten und warteten… und nichts passierte. Schließlich erblickten wir ihn am oberen Treppenrand und weiter als die erste Stufe bewegte er sich kaum. Das blaue Geschirr war auf einmal das rote Tuch und er nahm panisch Reißaus. Unerklärlich, da ihm tatsächlich nie etwas Schlechtes auf Spaziergängen oder mit Geschirr wiederfahren war. Jenes hat sich vor einigen Wochen ereignet und wir können bis heute nicht nachvollziehen, was der Grund hierfür ist. Seither nehmen wir Flauschball ohne Geschirr mit, da er sich ohnehin nicht mehr sehr weit weg von seinem Heimathafen bewegt und nur mit Leckerli sehr langsam weiter in den Garten zu locken ist und dann auch eisern im Bereich der Gartenlaterne verharrt, wie eine kleine Pummelmotte. Im Haus bleiben möchte er aber auch nicht. Dies wird direkt mit lautem, protestierendem Singsang vom Balkon quittiert.

Was ist los mit Simba?

Simba auf der Treppe

Wie gesagt: Erklären können wir uns diesen Umschwung nicht, vermuten aber dennoch, dass es etwas mit seinem Allgemeinzustand zu tun hat. Denn es ist wieder soweit: der Fellwechsel steht ins Haus. Etwa zeitgleich mit der Änderung des Gassi-Verhaltens traten auch wieder seine Fellprobleme auf: Vermehrtes Putzen und Lecken und Zuckungen im Rücken. Hello again, denn das kommt uns vom Frühjahr verdammt bekannt vor. Parallel können wir auch eine vermehrte Schreckhaftigkeit bei Simba feststellen und Dinge, die ihn im Sommer keinen Deut gejuckt haben, tun das jetzt umso mehr.

Und was jetzt?

Es tut uns natürlich wieder im Herzen weh, unseren kleinen Fellkloß leiden zu sehen. Doch wenigstens sind wir froh, zu wissen, mit was wir es zu tun haben. So reagieren wir so verständnisvoll wie möglich, versuchen ihm keinen unnötigen Stress zuzufügen, aber packen ihn auch nicht mit Samthandschuhen an. Erschreckt er sich vor normalen Alltagssituationen so sprechen wir kurz ruhig zu ihm, bemitleiden ihn aber nicht übermäßig. Ansonsten fangen wir nun langsam ein erneutes Geschirrtraining beim Clickern an und bürsten jeden Tag Meister Flauschs Unterwolle aus. Auch werden wir eventuell einen Futterzusatz für Fell und Haut ausprobieren. Einen erneuten Cortisonmarathon wie im Frühjahr wollen wir uns allen ersparen, zumal es momentan noch lange nicht die Ausmaße angenommen hat wie damals. Wir hoffen sehr, dass wir alles so wieder in entspannte Bahnen lenken können, sind uns aber sicher, dass wir die Katze so schon schaukeln werden ;). Und solange kommt unser Klößchen eben ohne Leine mit an die frische Luft ;).

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3 Gedanken zu „Gassi gehen für die Katz? 3 Schritte vor, 10 zurück

  1. SchneiderHein

    Was, im Frühjahr dann schon ein Cortison-Marathon-Einsatz als Lösung des Problems!? Schade, dass Tierärzte noch immer so gern und wohl recht leichtfertig Cortison verabreichen. Ich hatte im Frühjahr 2010 aus Unwissenheit meinen alten Kater auch mit Cortison behandeln lassen. Denn leider scheint neben der Trockenfutter-Fütterung und Übergewicht auch Cortison einer der Hauptgründe für Diabetes bei Katzen zu sein. Heute früh hatte ich zufällig diesen Post dazu entdeckt: http://haustiger.info/trockenfutter-erhoeht-risiko-fuer-katzen-an-diabetes-typ-2-zu-erkranken/
    Ich hoffe, Ihr findet eine andere Lösung des Problems
    VG Silke

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  2. Pingback: Meine Katze sieht schlecht – was tun? (inkl. Sehtest) - Blogkatzen

  3. Vanessa

    Spaziergänge mit meinen Katzen habe ich auch schon versucht. Von Anfang an war einer meiner Fellknäuele erschrocken von der großen Welt (auch nach nächsten paar malen), also habe ich entschieden sie zuhause zu lassen. Die andere hingegen war begeistert und konnte nicht genug davon haben. Bis eines Tages unsere Nachbarn mit dem Hund ohne leine spazieren waren.. ja da hat er versucht meine Kleine anzugreifen. Die Besitzerin hat auch nichts gemacht oder ihn zurückgegriffen. Ja, zum Glück war sie grade in der nähe von mir und ich habe sie geschnappt und hab sie nachhause getragen. Hab einen Biss von dem Hund abbekommen, doch zum Glück meine Mietz nicht. Na ja, lange Rede, kurzer Sinn. Seit dem traut sie sich auch nicht mehr raus und die Nachbarin hat sich auch nicht mal entschuldigt. Und so ist nichts mehr aus den Spaziergängen mit den Katzen geworden..
    Dies war meine Erfahrung.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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