Camping mit Katze

Camping mit Katze im Wohmobil

Weekend goals: Party, feiern, abdancen bis Sonnenaufgang für die einen. Wir so: Campen unter’m Sternenzelt, grillen bis der rote Mond aufgeht und mit der Sonne wach werden mitten im Grünen. 24 h vorher: Halben Hausstand und Katzen in den Camper gepackt und los. Wir sind Wiederholungstäter, denn letzte Woche gab’s ja Campingpremiere. Nun also Camping, die 2te…

Camping mit Katze – once again

Wer ein Spiegelei braten möchte, der kann beim Campen die Pfanne getrost Zuhause zurücklassen, denn die Sahara ist anscheinend auch gerade auf Urlaub- nämlich bei uns, mitten in Deutschland und die Motorhaube des Wohnmobiles eignet sich derzeit bestens zur Zubereitung eines Frühstücksomeletts. Beste Voraussetzungen also mit Wüstentier und Grillwurst den nächsten Campingtrip zu starten.

Katze beim Sonnenbad

Bei 37 Grad Außentemperatur wurde am Freitag der Familienrat einberufen, der ein kollektives Sit-in bis ca. 19 Uhr zur Folge hatte bis erste Anstrengungen zum Take Off übernommen wurden. Dabei wurden rekordverdächtig und fast beinahe mit so etwas wie System Vorkehrungen getroffen und dieses Mal tatsächlich auch nur noch der halbe und nicht gefühlt der ganze Hausstand mitgeschleift. Dank eigens ausgesägtem Katzenkloversteck unterhalb der Sitzbank mit stilechtem Katzenkopf-Eingang konnte auch die Örtlichkeit dezent deplatziert werden.

Auch die Futterautomaten passten beim Schnelltest zum Transport einwandfrei in die vorhandenen Holzschränke und Körbchen konnte man nach der Ersterfahrung getrost daheim belassen, da Katze von Welt sowieso lieber auf dem Fahrersitz mit Panoramablick Platz nimmt ;). Klappbare Kratztonne im Gepäck- ready, set, go.

Mittlerweile können wir auch 2 Klappboxen für Katzen unser Eigen nennen, die perfekt die Breite einer Sitzbank nebeneinander ausfüllen. Um 21 Uhr gelangten wir nach einer erstaunlich ruhigen Fahrt und frei von Maunz-Opern am Place to be an und wagten uns auf die Nachtwanderung bei Dämmerung. Auch das kleine Schwarze gab sich die Ehre und beglückte uns dieses Mal bereits mit einer Steigerung der Laufstrecke um 100 % – vom Sitzstreik im Rucksack beim letzten Mal zur halben Wegstrecke waren wir sichtlich beeindruckt von so viel Ambition.

Katze an der Leine beim Spazieren gehen

Simba als wahrer Wanderkater dämmerte ein wenig die schlechte Sicht bei Dunkelheit. Wir erinnern uns: Des einen Dämmerung ist des anderen Dunkelheit oder so ähnlich, denn aufgrund einer Fehlsichtigkeit tut sich unser Pummelluff etwas schwer bei schwindendem Licht und reagiert mit leichter Schreckhaftigkeit. Dennoch bewies er Mumm in den durchtrainierten Knochen, hielt Schritt und zog das Ding durch bis zum Wohnmobil zurück.

Katze beim Sprinten

Katzen und das Wohmobil

Fix die Katz fixiert mit Schleppleine am Fahrradträger (wer braucht schon Fahrräder, wenn man eine Leinenhalterung haben kann ;)), BARF draufgeworfen und Würstchen in den Futterautomat – so ähnlich ;). Auf Instagram erreichte uns dabei auch die Rückfrage, wie das mit den Katzen generell klappt, wenn wir am Wohmobil sind.

Katzen am Wohnmobil

Tatsächlich halb so schlimm wie befürchtet. Die Schleppleinen von 5 m Länge sind ein guter Kompromiss, erlauben sie den Katern genug Bewegungsfreiheit um die Umgebung zu erkunden, aber sind kurz genug, um uns nicht den ganzen Abend mit lustigen Fesselspielen zu beschäftigen ;).

Wir gestalten das Abendprogramm grundsätzlich außerdem so, dass zuerst die Jungs und deren Auslastung im Vordergrund stehen und diese dann oft froh über ein gepflegtes Nickerchen an der frischen Luft sind. Gelegentliches Entwirren von umwickelten Stuhl- und Menschenbeinen ist natürlich nicht ausgeschlossen, aber auch zum Glück nicht abendfüllend.

Katze an der Leine leicht grummelig

Freitag war dann außerdem eine spezielle Nacht für angehende Werkatzen ;). Denn Blutmond und Mondfinsternis boten ein kleines Himmelsspektakel der besonderen Art. Umringt von Apfelbäumen war das allerdings nur semi-optimal zu beobachten und so verlagerten wir kurzerhand den Standort der Klappstühle um einige Meter und genossen einfach die entspannte Zeit zu 4t. Die unglaublich weite unerlaubte Entfernung der Dosenöffner von höchstens zwei Schleppleinenlängen nahmen die pelzigen Pfotenchaoten keinesfalls unkommentiert hin, sodass wir diese dann ebenfalls umsiedelten.

Katze sieht das Wohnmobil

Die Nacht bot dann gleich doppelt so viel Schlaf wie beim letzten Campingszenario und zumindest EINE weiterhin vorbildlich leise Campingmieze. Gepflegtes lautstarkes Rumoren und ein gewisser jemand, der die Pfoten mal wieder nicht von den Sitzlehnen lassen konnte, waren allerdings auf der anderen Seite auch nicht ganz abzuwenden, aber mittlerweile stark reduziert, sodass wir dann bei saunaähnlichen klimatischen Bedingungen am Morgen schließlich noch einen kleinen Rundgang wagten, an dem alle dennoch bestens motiviert teilnahmen und sich auch unsere Campingdiva von ihrer besten Seite zeigte und in Hundemanier kontinuierlich neben uns trabte und auch die Richtung stetig wechselte- gemeinsam mit uns.

Katze im dürren Gras

Allerdings hielten wir den Spaziergang recht kurz, nachdem Zorro unerwartet ein wenig hechelte und trugen ihn dann auch den Rest der Strecke, da es einfach schon morgens wieder kochend heiß wie im Dampfgarer zu sein schien draußen. Fazit nach unserem 2. Camping mit Katzen: Es wird.

Tatsächlich war es bis auf einen minimal kaputten Rücken (wir gehen steil auf die 30 zu ;)) und den ein oder anderen nächtlichen Ruhestörer (eigentlich nur den einen ;)) ein gelungenes Micro-Adventure im Rahmen unseres Projekts „Camping mit Katze“, das Wiederholungsbedarf birgt ;). Gerade die positive und schnelle Entwicklung und Steigerung im Vergleich zur Vorwoche macht Lust auf mehr und zeigt das wahre Camping-Katzen-Potenzial der Plüschbomben ;).

Katze im Fokus auf Wiese

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